2. Tensfelder Workingtest

GruppenbildWorkingtest in Nordmark. Das bedeutet frühes Aufstehen, auf gutes Wetter hoffen, den Spaniel bei Laune halten und mit Gleichgesinnten einen schönen Tag verbringen, Aufgaben mit unbekannten Herausforderungen unter den gestrengen Augen der Prüferin möglichst zielgenau zu lösen, in den Wartepausen zu fachsimpeln, Hundegeschichten erzählen, oder über die kommenden Aufgaben zu spekulieren.

Das frühe Aufstehen und die gute Laune der Spaniels waren dabei die kleinste Herausforderung, schwieriger wurde es bereits mit der Wetterlage, wobei die verschiedenen Wetter–App‘s der einzelnen Teilnehmerinnen im Vergleich hier und da Besserung versprachen, stellte sich letztendlich die mit der 90%igen Regenwahrscheinlichkeit doch als die realistischste Vorhersage heraus.

Also auf´s Wesentliche konzentrieren!

Bei der ersten Aufgabe in der Novice Klasse gingen da die Meinungen der Spaniels teilweise auseinander. Sollte doch, möglichst jagdnah ein beschossener Fasan, (ein Dummy natürlich) als Markierung in einiger Entfernung fallen und dem zurückeilenden Hund ein sog. „running rabbit“, ein Felldummy , das an einem Gummiseil über seinen Rückweg „geflitscht“ wird, die Entscheidung schwer machen, den Fasan ohne Umwege zurück zu bringen.

In Spanielkreisen gab es durchaus die Meinung, dass dieses Fellding unter allen Umständen zuerst apportiert werden sollte, unabhängig von dem Umstand, dass das rabbit, da mit einem Gummiseil verbunden, nach einer gewissen Strecke heftige Gegenwehr bot. Soll mal einer sagen, die Spaniels hätten keinen “Biß“ !

Nach erfolgreicher Jagd musste noch ein paar Rehkitzen das Leben gerettet werden, die als Dummies verkleidet, ausnahmsweise apportiert werden durften. Keine leichte Aufgabe in einer naturbelassenen Wiese mit vielen Versteckmöglichkeiten im hohen Bewuchs und unter schwer zugänglichen Dornensträuchern.

10 Dummies und gefühlte 10 Stunden später stand noch eine Nachsuche auf eine flüchtige Ente an, die als Dummyschleppe oder Freiverlorensuche gearbeitet werden konnte. Hier waren die Spaniels in ihrem Element und eifrigst bei der Sache.

Daher folgte die vierte und letzte Aufgabe zeitnah und die Entenjagd ging in die letzte Runde. Einige geschossene Exemplare sollten noch apportiert werden. Vorher wurde jedoch 180 Grad versetzt die letzte Ente geschossen, die aber noch warten sollte. Also erstmal die Freiverlorensuche und danach die Markierung als Memory. Eine Herausforderung, die den Spaniels doch eine Menge Gehorsam abverlangt, denn die gemeine Spaniel-Logik orientiert sich da doch mehr am „Spatz-in-der-Hand-Prinzip“.

Nach so vielen erfolgreichen Jagdausflügen war es dann doch an der Zeit, unsere 4-beinigen Kollegen/Innen zu trocknen und im warmen Auto zu verstauen. Für uns stand als Highlight noch das mitgebrachte Buffet bereit, das uns den heftiger werdenden Dauerregen fast vergessen ließ. Auch die strahlenden Gesichter bei der Siegerehrung trugen dazu bei, dass dies ein gelungener Workingtest geworden ist.

Vielen Dank allen Vorbereitenden, der Firma Hund & Freizeit für das großzügige Sponsoring, der Prüferin und nicht zuletzt auch der unermüdlichen Helferin, ohne die ja bekanntlich nichts geht!

2017_06_24_Ergebnisliste